Die Röstung

Während des Röstprozesses geht eine komplexe chemische Umwandlung vor sich, in dessen Verlauf sich die für den Kaffee typischen Aromastoffe bilden. Erst diese über tausend Aromastoffe verleihen dem Kaffee den typischen Geschmack sowie den verführerischen Duft und  führen zu einer fast grenzenlosen Geschmacksvielfalt bei geröstetem Kaffee.

Bei dem Röstvorgang handelt es sich um eine trockene Destillation, bei der die festen Bestandteile, vor allem die Pflanzenfasern teilweise verkohlen und der größte Teil des in den Bohnen enthaltenen Wassers entweicht. Der Substanzverlust, der sogenannte Einbrand , liegt zwischen 12% und 22 %.

Die hornartige Bohnenmasse wird durch das Rösten spröde. Der Fettgehalt der Bohne nimmt etwas zu, während der im Rohkaffee enthaltene Zucker karamelisiert.  Die Farbe der Bohnen ändert sich von grün nach gelb, zimtbraun, braun und dunkelbraun.
 
Wir veredeln den Kaffee in einem Probat-Trommelröster aus dem Jahre 1989. Der handwerkliche Röstvorgang endet nach  etwa 20 Minuten bei einer Temperatur von circa 210 Grad Celsius.

 So kann die Bohne reifen und das Aroma von Spitzenkaffee kann sich entfalten

 Zudem werden so  die geschmacklich unangenehmen Bitterstoffe, insbesondere die  Trigonellin-  und die Chlorogensäuren abgebaut. Der Kaffee bekommt mehr Aroma und ist wesentlich bekömmlicher als der industriell geröstete Kaffee, der in 2 bis 4 Minuten bei bis zu 600 Grad Celsius geröstet wird. Voraussetzung ist natürlich, dass qualitativ hochwertiger Rohkaffees ausgewählt wird.


Nach dem Röstvorgang werden die Kaffeebohnen auf Zimmertemperatur abgekühlt. Dieser Vorgang erfolgt nicht unter Einsatz von Wassernebel, sondern ausschließlich durch die Luftkühlung im Kühlsieb des Trommelrösters.
 
Bei uns wird jede Röstung der individuellen Beschaffenheit und Herkunft der Kaffeebohne angepasst. Erst durch die Kunst des Röstens gelingt die Veredelung der Kaffeebohnen zum

 

vollendeten Geschmack.


Wir rösten fast täglich frisch!
 
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